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Auch „To-do“-Listen helfen Evelyn Zeh Ordnung in ihr Leben zu bringen.

Evelyn Zeh: Ja, viele Lehrer haben auch gesagt: „Du bist halt sehr organisiert." Also ich habe halt immer alles aufgeschrieben und irgendwie organisiere ich mich halt auch selbst.
Interviewer: Weil es dir hilft?
Evelyn Zeh: Ja, nach den USA habe ich mir so überlegt: ich schreibe mir jeden Tag eine To-Do-List, was ich machen muss. Auch so zum Beispiel weiß nicht, muss mein Bett machen, ich muss die Tablette nehmen, muss den Müll rausbringen.
Interviewer: Auch so Kleinigkeiten?
Evelyn Zeh: Ja, Übung für Krankengymnastik machen, ich muss noch lernen, ich muss joggen gehen – so was ich vorhabe an dem jeweiligen Tag. Und dadurch kann ich dann immer abhaken, was ich schon erledigt habe. Und dann setze ich mir halt so Ziele, sage ich mal, das hilft mir dann halt auch.
Interviewer: Aber eher so kurzfristige Sachen, also Müll rausbringen oder irgendwie für Matheprüfungen in sechs Wochen lernen.
Evelyn Zeh: Also ich weiß zum Beispiel, ich muss jetzt mein Bett machen, was ich eigentlich täglich mache, aber ich schreibe es halt trotzdem auf.
Interviewer: Das Interview hast du auch aufgeschrieben?
Evelyn Zeh: Ja, ich habe es halt unter Terminen aufgeschrieben, also ich habe halt meine To-Do-List, dann habe ich meine Termine, zum Beispiel heute noch Krankengymnastik und Feuerwehr habe ich heute noch, habe ich halt aufgeschrieben und dann mit der jeweiligen Uhrzeit. Kann ich halt abhaken: „Okay, was habe ich noch? Was habe ich heute noch vor? Wie kann ich das organisieren?" Zum Beispiel: „Fange ich jetzt noch an zu Lernen oder mache ich es lieber nach der Krankengymnastik? Oder was kann ich jetzt noch für andere Kleinigkeiten erledigen?"  
Interviewer: Und das hilft dir auch?
Evelyn Zeh: Ja. 

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